Donnerstag, 7. Dezember 2017

Liposuktion OP-Ablauf Teil #3 - Die Betäubung und Infiltration

Weiter geht's mit der Blog Reihe 'OP-Ablauf', in der ich Euch über dem Ablauf einer Liposuktion bei Lipödem mittels TLA Methode in der Hautklinik Darmstadt bei Dr. Müller berichte.

Teil 1 + 2 könnt ihr hier nochmal nachlesen:

OP-Ablauf Teil #1 - Die Anreise
OP-Ablauf Teil #2 - Die OP-Vorbereitung

Nachdem ich für die Liposuktion vorbereitet war, folgte die Betäubung und Infiltation der Tumeszenzflüssigkeit. 

Betäubung der Haut 

Zunächst wurde die Haut mit Mini-Nadeln örtlich betäubt. Leute mit Spritzenphobie lesen den nächsten Abschnitt besser nicht ;)
Pro Bein habe ich bestimmt mindestens 10 Spritzen bekommen. Eher mehr 😱😱😱
Ich habe wirklich ganz schlimm Panik vor Spritzen, so dass das wirklich der Part war, vor dem ich vorher am meisten Angst hatte. Ich kann die schlimmsten Horrorfilme gucken, aber sobald ich im Film irgendwo eine Spritze sehe, bekomme ich Panik und muss weg gucken 😅
Aber ich kann euch beruhigen. Es ist halb so wild, wie es klingt. Es werden die kleinsten Spritzen, die es gibt, genommen und die Piekser gleichen mehr einem Pieks bei einem Allergietest, als einer richtigen Spritze. Allerdings ist die Haut mit der Zeit ziemlich 'genervt' von den Pieksern, so dass es gegen Ende doch etwas unangenehm wird.

Infiltration der Tumeszenslösung

Nach dem oberflächlichen Betäuben der Haut ging es weiter mit der Infiltation der Tumeszenslösung. Bei der TLA Methode (Tumeszenz-Lokalanästhesie) wird Tumeszenzlösung in das Unterhautfettgewebe infiltriert. Eine genaue Beschreibung der verschiedenen Operationsmethoden findet ihr unter dem folgenden Link:

Liposuktion-Methoden

Durch mehrere 5-10mm große Schnitte wird die Tumeszenzlösung mittels mehrerer Kanülen in die Haut eingeleitet ('infiltriert').
Von den Schnitten und Kanülen merkt man nichts, jedoch brennt die Flüssigkeit etwas. Das Infiltrieren dauert zwischen 30 und 90 Minuten.
Man wird mit der Lösung so richtig voll gepumpt und alles fühlt sich total seltsam und prall an. Zwischendurch muss man sich immer mal wenden und auf die Seite legen. Das war echt gar nicht so einfach, wenn man aufgepumpt ist und gefühlte 2 Tonnen wiegt ;)
Ich hab mich wie ein fetter Wal geühlt und hatte die ganze Zeit in meinem Kopf einen Ohrwurm ("Schieb den Wal, schieb den Wal, schieb den Wal zurück ins Meer 😂😂😂").

Das Infiltrieren ist unangenehm und nervig, aber war auch weniger schlimm als erwartet. Mir war nur echt mittlerweile bitterkalt und ich hab am ganzen Körper gezittert.
Nachdem ich komplett vollgepumpt war durfte ich nochmal mit der Schwester zum Klo watscheln. Das war gar nicht so einfach mit Beinen, die plötzlich doppelt so dick waren, wie vorher ;)

In der Zwischenzeit wurde alles im OP-Saal nochmal desinfiziert. Im nächsten Blogbeitrag geht es dann weiter mit der Absaugung :)

Liebe Grüße
Sandra

Hier geht's zu Teil 4: 
Liposuktion OP-Ablauf Teil #4 - Die Absaugung

Ihr habt Fragen? Stellt mir Eure Fragen einfach als Kommentat oder schhreibt mir eine Mail an sandra@zoeller-fotografie.de



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